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Förderverein Regenbogenland e.V.
Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan

Grundlage für unsere Arbeit bildet seit 2004 der neue Bayerische Erziehungs- und Bildungsplan (BEP). 
Die überarbeitete Fassung liegt uns seit November 2005 vor.

Wir begrüßen die Überarbeitung des Bayerischen Kindergartengesetzes. Der neue BEP unterstützt unser Streben nach höherer Anerkennung der vorschulischen und pädagogischen Arbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen. Er gibt Richtlinien, Orientierungshilfen und praktische Beispiele. 

Für unsere Einrichtung konnten wir feststellen, dass viele der festgeschriebenen Leitsätze, Ziele und Verantwortlichkeiten schon immer einen festen Platz in unserer Kindergartenarbeit hatten. 

Hier sind nur einige Beispiele genannt:

Durch eine Altersmischung von 2 ½ - 6 Jahre in den Gruppen nähern wir uns einer familienähnlichen Struktur. 
Das Leben in einer Gemeinschaft neben der Familie wird so auf natürlichste Weise täglich geübt. 
Die Kinder lernen miteinander und voneinander. Jüngere nehmen die Freundschaft zu Älteren nicht nur zur eigenen Sicherheit gerne an. Grosse üben in Form von Patenschaften für die Kleinen Vorbild zu sein, Mitverantwortung zu tragen, Hilfe anzubieten aber auch Führung zu übernehmen, sich durchzusetzen und eigene Grenzen zu erkennen und sie zu verbalisieren. 

Tageseinrichtungen wie unser Kindergarten sind familienergänzend. Die Entwicklung des Kindes wird unterstützt und durch entsprechende Angebote ergänzt. 

Ein weiterer Grundsatz im BEP bleibt für unseren Bereich der ganzheitliche Lernansatz. 

Ganzheitlichkeit bedeutet Lernen mit allen Sinnen. Alles was so „begriffen“ wird – Begreifen durch Sehen, Hören, Schmecken, Fühlen, Ausprobieren.

Alle Kinder haben Anspruch auf Bildung und Erziehung in altersgerechten Kleingruppen. 

Praktische Beispiele aus unserer Einrichtung: 
Die Gestaltung der Kalenderblätter ist z.B. ein anspruchsvolles Lernangebote für die Großen. 
Bei einfachen Sortierübungen lernen die Jüngsten gemeinsam z.B. Herbstfrüchte kennen. 
Die Mittleren sind unglaublich stolz mit einem vereinfachten Arbeitsblatt der Großen zu lernen. 
Ein Lernangebot zu einem Thema wird altersentsprechend schwieriger oder leichter gestaltet und findet mehrmals statt 
Gute Lernerfahrungen können Kinder auch durch altersgemischte Kleingruppen z.B. beim Tanzen oder Turnen machen.
Grosse sind stolz auf ihr Können, Kleine werden dadurch motiviert etwas auszuprobieren. 

Übergänge von der Familie in die Einrichtung werden geschaffen durch z.B.: Schnuppernachmittage, Elternabende, Offene Gruppen und Elterngespräche. 

Zusammenarbeit mit Fördereinrichtungen nach Absprache mit den Eltern zum Wohle des Kindes 
(Wir unterstützen die „Elternschule“ der psychologischen Beratungsstelle Hof) 

Zusammenarbeit mit der Schule (Erste gemeinsame konzeptionelle Schritte entwickeln sich seit 2004 positiv) 

Bereichernde Erfahrungen machen wir durch das Lernfeld „gelebte Demokratie“ = Beteiligung der Kinder. 
Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. 
Die Beteiligung erfordert eine Einbettung in Alltagssituationen, d.h. sie muss als alltägliches Selbstverständnis
geübt werden können. 
Die Kinder erleben, dass sie Einfluss nehmen können und dürfen. 
Sie lernen Entscheidungen zu treffen und sie mit zu tragen. Sie erkennen Rechte und Pflichten in einer sozialen und demokratischen Gemeinschaft. 
Alle Kinder werden ihren Fähigkeiten entsprechend einbezogen und unterstützt ihr Mitspracherecht zu nützen. 
In Zusammenarbeit mit den Kindern werden Themen (Jahres- oder Wochenthema, Übernachtung, Aufführung beim Frühlingsfest) ausgewählt und bearbeitet. 

Beteiligung der Kinder – nicht immer – aber immer mehr! 
Den Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden verschiedene Spiel- und Lernsituationen zu erleben.

Bildung und Erziehung geschieht während der freien Spielzeit ebenso wie durch gezielte Lernangebote. 
Lernen und Spielen im Vorschulalter braucht auch Ent- und Anspannungsphasen (Kinder müssen sich bewegen um auch wieder Stillsitzen zu können).
 
Die kleine Brotzeit am Vormittag mit Freunden sollen die Kinder genießen können. 
Es geht nicht nur ums Essen, sondern um Gemütlichkeit, Gespräche und Gemeinschaft. 

Dies bedeutet, dass Kinder und Mitarbeiter ausreichend ungestörte Zeit brauchen (mind. 4 Std. laut BEP täglich) um für ihre Arbeit gute Rahmenbedingungen zu haben. 

Der BEP gleicht einen Lehrplan für den Vorschulbereich. Wir nehmen daraus die Grundsätze und Ziele, die für die Situation unseres Kindergartens, der Kinder, der Eltern, des Trägers und der Mitarbeiter passen. Unsere pädagogische Arbeit beinhaltet schon immer Bildung, Erziehung und Betreuung.

Bei Interesse dürfen sie sich| den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan gerne vom Kindergarten zur Ansicht ausleihen.