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Förderverein Regenbogenland e.V.
Pressebericht 2009
Kabarett | Die „Intakt“-Frauen bescheren dem Förderverein Regenbogenland in Tauperlitz mit ihrem neuen Programm gleich zwei Mal ein volles Haus. Brillante Stänkerei – ob solo, im Duett, als Trio oder Quartett.

Döhlau – Das Frauenkabarett Intakt beschert dem Förderverein Regenbogenland in Tauperlitz mit seinem neuen Programm „Wenn die Neurosen blühen“ zwei ausverkaufte Vorstellungen im Döhlauer Rathaussaal. Der gemeinnützige Verein wurde 2003 auf Initiative Tauperlitzer Eltern und Freunden zur Unterstützung des Kindergartens gegründet und lädt regelmäßig zu gut besuchten Veranstaltungen ein. Diesmal sind es heimische Stänkergeister, solo, als Duett, als Trio oder im Quartett. Geistreich lästern die quirligen Damen – Kathrin Bötsch, Helen Diaz, Heike Vogel und Liz Wilczek – im Gespräch oder singend über den ganz normalen Wahnsinn zwischen Mann und Frau. Sie zerpflücken Macken, wühlen in menschlichen Abgründen und kultivieren sie für ein über zweistündiges Programm. Mit „Schön, dass Sie heute wegen uns da sind und nicht auf der Couch liegen“, begrüßen sie die Gäste im Saal. „Dafür haben Sie eine Rose verdient“ – und einige Personen in den ersten Reihen erhalten tatsächlich eine. Der Rest wird mit „Neu-Rosen“ beglückt. Neurosen werden gehegt und gepflegt. Da gibt es die magische Herdplatte oder das vergessene Bügeleisen, die Gewohnheiten mittags um zwölf im Supermarkt und Ladys mit der „Schneewittchen-Neurose“, die einem kulleräugig das Leben zur Hölle machen können. Typen, die nach Alaska riechen Locker spielt das Quartett die Rolle der Besserwisser und Weltverbesserer, die keine Samthandschuhe mehr tragen. Sie beschreiben ganz normale Leute, Helden der Küche, Politiker und Vorbilder sowie „den duften Typen, der nach Alaska riecht“ und vermitteln so dem Publikum ein Menschenbild, „dass sich die Nasenhaare aufrollen“. Dann singen sie melodisch davon, dass Männer lieber schweigen und zum Bäuchlein neigen. Beim Lied vom kalten Hofer Sommer, „wo man sogar im August eischürn muss“, stimmt das Publikum mit ein. Es ist die bekannte Melodie von „Und es war Sommer …“, überarbeitet für Bayrisch Sibirien: „Bibber, bibber, bibber“. Augenzwinkernd mit „Nehm se’n Alten“ von Otto Reutter werden die Senioren besungen. Je älter der Mensch, desto besser. Kauzig, aber treu sind sie. Höflich und mit Stil. Die vier Energiebündel sind die Frauen, mit denen man befreundet sein will. Sie kämpfen und boxen, ohne weiblichen Schnickschnack. Nach über zwei Stunden bedanken sie sich bei ihren Gästen für einen wunderbaren, neurotischen Abend und wünschen vierstimmig: „Für Euch soll’s rote Rosen regnen…“. Die zweite Vorsitzende des Fördervereins, Sabine Dietz, überreichte anschließend keine Rosen, sondern kleine Aufmerksamkeiten an die Frauen von Intakt. Das Publikum bedankte sich mit sehr viel Applaus für den kurzweiligen Abend und ging dann zufrieden in eine oberfränkische Winternacht. Es ist Februar und draußen saukalt: „Bibber, bibber, bibber“.
erschienen in Frankenpost